Verzögerter Start bei eingebauter Netzwerkkarte
Viele Windows XP-PCs, in die eine Netzwerkkarte eingebaut ist (egal, ob sie zum Anschluss an ein Netzwerk oder nur zur Verbindung mit einem DSL-Modem genutzt wird), zeigen ein scheinbar merkwürdig Verhalten: Nachdem Windows schon fast komplett hochgefahren ist und man eigentlich anfangen könnte, zu arbeiten, läßt sich mit dem PC nur sehr zögerlich oder gar nicht arbeiten. Nach spätestens einigen Minuten verhält sich der PC dann wieder völlig normal.
Wie auch mehrere Themen in unserem Forum bestätigen, liegt das Problem häufig an folgendem Sachverhalt: In den meisten Netzwerken wird das Protokoll TCP/IP eingesetzt, für die Kommunikation von Netzwerkkarte und DSL-Modem ist es sogar zwigend erforderlich. Ein (Netzwerk-)Protokoll legt Regeln fest, unter welchen Voraussetzungen und auf welche Weise Daten ausgetauscht werden. Bei TCP/IP hat jedes Gerät im Netzwerk eine eine Adresse, die sogenannte IP-Adresse. Sie besteht aus vier Zahlenblöcken, die jeweils einen Wert zwischen 0 und 255 haben können (2 hoch 8). Ist eine solche Adresse nicht festgelegt, versucht Windows XP sie beim Start des PCs von einem sogennanten DHCP-Server zu beziehen. Ein solcher Server ist dafür zuständig, dass den Geräten im Netzwerk dynamisch IP-Adressen zugewiesen werden, also auf Anforderung.
In einem Heimnetzwerk gibt es aber aller Regel nach keinen solchen Server. Daher wartet Windows XP unnötigerweise auf eine Antwort und bremst zwischenzeitlich den PC aus.
Das Problem läßt sich einfach durch die Vergabe eine festen IP-Adresse lösen. Und das geht so:
Klicken Sie auf "Start | Einstellungen | Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen", dann mit Rechts auf die "LAN-Verbindung" und wählen aus dem erscheinenden Menü "Eigenschaften". Hier markieren Sie "Internetprotokoll (TCP/IP)" und klicken wiederum auf "Eigenschaften". Es erscheint ein weiteres Fenster, in dem Sie die Option "Folgende IP-Adresse verwenden:" aktivieren. Wichtig sind jetzt nur die Angaben "IP-Adresse" und "Subnetzmaske". Das "Standardgateway" und alle Dinge weiter unten im Fenster sollten Sie nicht bearbeiten. Als IP-Adresse bietet sich "192.168.0.1" an. Bitte beachten Sie, hier nicht irgendeine Adresse anzugeben. Der Anfang "192.168.*.*" ist für lokale Netzwerke gedacht. Verwenden Sie bei den ersten beiden Zahlenblöcken andere Werte, könnte dies zu Konflikten führen (der Hintergrund hierzu würde den Rahmen des Tipps deutlich sprengen). Als Subnetmaske verwenden Sie "255.255.255.0" (der Hintergrund würde erneut den Rahmen sprengen...).
Danach klicken Sie zweimal hintereinander auf "OK" und starten den PC neu. In den meisten Fällen ist das Problem damit behoben.